Im Kontakt mit Pflegefachkräften
wird immer wieder deutlich, dass die Diagnostik von Demenzerkrankungen
und kognitiven Störungen sowohl in Einrichtungen
der stationären Altenpflege als auch in Kliniken
bei weitem noch nicht vollständig oder ausreichend
gewährleitstet ist.
Die Psychogerontologinnen Dr.
Sophia Poulaki und Dr. Britta Wiegele (www.hippocampus-gpm.de)
haben davon ausgehend das Bedürfnis-Orientierte-Interventions-Assessment,
kurz BIAS erarbeitet, das von Plejaden nun auch in Form
eines Softwareprogrammes in Verbindung mit den Programmen
aus plejaden.net pro (www.plejaden.net) evaluiert wird.
Eine Einschätzung der Kognition und Stimmung von
Bewohnerinnen oder Patientinnen wird damit erfolgreich
möglich. BIAS ist so konzipiert, dass es damit auch
gelingt, die Sinn gebenden Wertebereiche (Familie, Beruf,
besondere Fähigkeiten, Interessen, ...) im Leben
der jeweiligen Personen zu erkennen und in die Betreuung
zu integrieren.
Kleingruppenarbeit
mit plejaden.net pro
„Die ideale Verbindung von kognitivem Status, Sinn
gebenden Lebensbereichen und emotionaler Lage ermöglicht
die Auswahl bestens geeigneter Interventionsformen und
eine für jede Person maßgeschneiderte Betreuung“,
erklärt Dr. Britta Wiegele und fügt hinzu „damit
erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer aktiven
Beteiligung der BewohnerInnen oder PatientInnen.“
Auf Basis der mittels BIAS erhaltenen Einstufung lassen
sich dann individuell bzw. auch für Gruppen Trainings
aus plejaden.net pro zusammenstellen. Nach Möglichkeit
sollte eher in kleinen Gruppen mit 4 bis 6 Personen gearbeitet
werden. Bei dieser Gruppengröße kann auf individuelle
Bedürfnisse und Neigungen besser eingegangen werden.
Es ist auch wahrscheinlicher, dass die Fähigkeiten
und die Belastbarkeit der TeilnehmerInnen ähnlicher
sind als in größeren Gruppen.
Einzelintervention
mit Bildern und Musik aus der Biografie
plejaden.net pro bietet mit den Programmen Erinnerungen,
Musik und Spiele ideale Übungen zur bedürfnisgerechten
Aktivierung. Dr. Sophia Poulaki und Dr. Britta Wiegele
haben eine Zuordnung der Übungen und Programme je
nach Einstufung der jeweiligen Person bis hin zu schwerer
Demenz erstellt. Während bei leichter und mittelschwerer
Demenz, kognitiver Beeinträchtigung aufgrund anderer
Ursachen und Depression memofit Trainings, Spiele mit
verschiedenen Themenschwerpunkten (Kulinarium, Musik,
Fauna & Flora, ...) aber auch das Lösen vom Übungen
aus der memobox in der Gruppe möglich sind, wird
bei schwerer Beeinträchtigung das Betrachten von
Bildern und das Hören von Musik mit Bezug zur Biografie
in Einzelintervention empfohlen.
Kompetenz
erleben und Identität stärken
Diese biografieorientierte Aktivierung hilft dem erkrankten
Menschen Kompetenz und damit ein gesteigertes Selbstwertgefühl
zu erleben.
Durch das Wachrufen alter Erinnerungen durch Ansprechen
von Themen, die das eigene Leben betreffen kann auch wesentlich
dazu beigetragen werden, eine Reizverarmung zu vermeiden.
„Ziel der biografieorientierten Aktivierung ist
es fördernde und stabilisierende Effekte zu erreichen,
um psychologischen Aspekten der Demenz wie Bedrohung der
Identität und des Selbstwertgefühls, dem Verlust
von Beschäftigung, Kompetenz, Kommunikation, Kontinuität
des zeitlichen Erlebens und Kongruenz entgegen zu wirken“,
erklärt Dr. Sophia Poulaki.
Dokumentation
der psychosozialen Aktivierung
„Derzeit wird die Software auch dahingehend weiter
entwickelt, dass damit die psychosoziale Aktivierung dokumentiert
werden kann“, ergänzt Dr. Peter Hofinger von
Plejaden. Damit soll es dann auch möglich sein, zusätzlich
zu den Ergebnissen, die mit den ausgewählten Trainings
erreicht werden, auch Fremdbeurteilungen zur gesamten
Aktivierung durch den Betreuenden festzuhalten.
Erste positive Daten bezüglich
der Validität von BIAS gibt es bereits. Nun werden
weitere umfassende Daten in Form von Evaluationsstudien
in Alten- und Pflegeheimen erhoben. Zusätzlich wird
jedoch auch noch die Teilnahme weiterer Einrichtungen
angestrebt. Interessenten erhalten näher Informationen
unter der Tel. Nr. 07612 9003 4503 bzw. per Mail an office@plejaden.net.
Presseinformation
Christa Öhlinger-Brandner
Plejaden communications GmbH & Co KG
T: +43 (0) 7612 9003 4503
F: +43 (0) 7612 9003 4505
M: +43 (0) 676 841 831 77