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Erinnerungen


Das Programm erleichtert das Wecken von Erinnerungen. Schlüsselreize geordnet nach Milieu, biografisch relevanten Themen oder einfach nach Stichworten stehen zur Verfügung.

Mit Unterstützung von Erinnerungen wird die Aufbereitung der biografischen Daten effizienter und einfacher. Das Konzept ist klar strukturiert und folgt dem psychobiografischen Pflegemodell von Prof. Böhm.

Die Basis für Erinnerungen bilden mehr als 2000 Bilder und Töne aus den Archiven der Nationalbibliothek Wien, dem Technischen Museum Wien, unterschiedlichen Fotoclubs, den Archiven der Plejaden und privaten Bildsammlungen sowie Tonmaterial, das in Kooperation mit dem Volksliedwerk Österreich und dem Phonomuseum Wien für die Verwendung am PC adaptiert wurde. Alte Schellacks, Gesprächsauszüge in unterschiedlichen Dialekten, Reden, Gedichte, Schlager, Volksmusik, Operetten, alte Tanzmusik und Hörstücke zu unterschiedlichen Themen ergänzen das Bildmaterial.
Weitere Kooperationen mit Museen und Bildstellen sind in Arbeit und werden ein noch umfangreiches Archiv entstehen lassen

Das Programm Erinnerungen kann mit privaten Bildern, Dokumenten, Zeichnungen und Schriftstücken ergänzt werden.
Diese privaten Unterlagen werden eingescannt und der jeweiligen Person
dann via Erinnerungen präsentiert. Das Einscannen ist eine einfache Tätigkeit, die Kinder und Enkelkinder sicher gerne übernehmen.

Mit Erinnerungen gelingt es, möglichst vielen Mitarbeitern ein Instrument zur Verfügung zu stellen, mit dessen Unterstützung sie die Bewohner einfacher zu der für sie gewohnten Normalität finden lassen können.

Mit dem Programm Erinnerungen können die individuellen Erinnerungen und damit auch die Vorlieben und Neigung transparent gemacht werden. Damit werden sie nachvollziehbar und für die Betreuenden verständlich. Ein deutlich gesteigertes Selbstwert- und positives Lebensgefühl sind in vielen Fällen die erfreulichen Resultate.

Erinnerungen verwaltet das umfangreiche Bild- und Tonmaterial unkompliziert und jederzeit abrufbar. Das System ist einfach und leicht verständlich aufgebaut. Bei Bedarf können neue Bilder und Töne hinzugefügt werden. Ein Wechsel der Betreuungsperson bedeutet deutlich weniger Aufwand. Erinnerungen bietet den Vorteil, dass mit den jederzeit zur Verfügung stehenden individuellen Alben schnell ein Bezug zur Lebenswelt des jeweiligen alten Menschen erlebbar wird.

Gerade junge Pflegepersonen können sich mit Hilfe des individuell ausgewählten Bildmaterials besser in die Lebenswelt des alten Menschen hineinfühlen.

 

Beispiel aus der Praxis
Frau Hildegard H. wurde 1921 im Waldviertel geboren. Sie lebt heute im Haus Rosenberg des KWB (Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser) und leidet an Demenz im fortgeschrittenen Stadium, die sich besonders in Unruhezuständen äußert. Sie ist immer wieder auf der Suche nach diversen Gegenständen, nach ihrem Zimmer, nach ihrer Familie. Vielfach ist sie nur schwer zu beruhigen und kann Hilfe aufgrund ihrer emotionalen Situation nicht annehmen.

Basierend auf dem Wissen zur Biographie von Frau Hildegard H. wurde im Haus Rosenberg des KWB in Wien ein Album erstellt, das Bilder aus dem Waldviertel, dem ländlichen Milieu sowie Familienfotos, aber auch Redensarten und ein Gebet, das in der Lebensgeschichte von Frau H. von Bedeutung war, beinhaltet. „Mit dem Programm Erinnerungen gelingt es im Sinne der Reaktivierenden Altenpflege nach Prof. Böhm einen entsprechenden Schlüsselreiz aus der Gefühlsbiographie zu setzen. Ein ideales Instrument, um Gefühle zu wecken und Gedächtnis zu trainieren,“ erklärt dazu Martina Laussermayer, Reginonaldirektorin des ENPP (Europäisches Netzwerk für psychosoziale Pflegeforschung ) für Österreich und Südtirol. Die gesetzten Schlüsselreize in Form von Bildern, führen dazu, das Frau H. immer wieder Geschichten erzählt, wie jene vom sonntäglichen Kirchgang und wie wichtig es für sie war, Lob für die getane Arbeit zu erhalten. Im Alltag werden diese Hinweise umgesetzt, indem man Frau H. in hauswirtschaftliche Tätigkeiten einbindet, sie lobt, Folkloresprüche in den Tagesablauf integriert, abends ein Gebet gemeinsam spricht und wöchentlich die Heilige Messe mit ihr besucht. Wenn die Reaktivierung rechtzeitig stattfindet, tritt die emotional instabile Situation am Vormittag kaum mehr auf.


HINWEIS!
Wichtig, so zeigt die Erfahrung, ist in dieser Situation der ruhige an die Biographie angepasste Rahmen zur Präsentation der Reize mit dem Programm Erinnerungen. In diesem Fall ist das die Bauernecke. Am Anfang der Reaktivierung stehen Bilder aus der Jugendzeit. Frau H. befindet sich beim Betrachten emotional schnell in dieser Zeit und beginnt, Geschichten zu erzählen


TIPPS FÜR DIE PRAXIS:
Mit Erinnerungen ist es auch möglich, Angehörige in die Betreuung der alten Menschen einzubinden. Das individuell für den einzelnen Bewohner in Anleitung durch den Betreuer zusammengestellte Bildmaterial kann jederzeit mit geschützten Zugangsdaten auch von den Angehörigen gemeinsam mit dem alten Menschen aufgerufen werden. Bilder aus einem langen und an Erfahrungen reichen Leben schaffen ein vertrautes Umfeld und bieten einen Gesprächsleitfaden, der den alten Menschen und seine einmalige Identität wieder spiegelt. So bekommt der Angehörige auch mehr Verständnis und entdeckt vielleicht immer wieder neue schätzenswerte Seiten des Verwandten.

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Kundenmeinungen
plejaden communications

Martina Laussermayer, Regioaldirektorin des ENPP Österreich/Südtirol

Mit dem Programm Erinnerungen gelingt es einen entsprechenden Schlüsselreiz aus der Gefühlsbiographie zu setzen. Beim Betrachten von Bildern aus und mit Bezug zur eigenen Biographie werden Erinnerungen wach und Gefühle geweckt – „die Wiederbelebung der Altenseele wird durch Normalität aus dem Damals erleichtert – denn Wiedererkennen ist einfacher als Erinnern.“